Sophus Ruge – ein berühmter Einwohner von Klotzsche-Königswald

Sophus RugeDer Geograph und Professor an der Technischen Hochschule Dresden, Sophus Ruge, wurde am 26. März 1831 in Dorum/Friesland, geboren. Der anerkannte Fachmann für Geschichte und Geographie kam 1859 nach Dresden und wirkte bis 1870 als Lehrer an der öffentlichen Handelslehranstalt der Dresdner Kaufmannschaft, danach bis 1872 an der Annenschule und kam dann an das Dresdner Polytechnikum, wo er von 1874 bis 1902 den Lehrstuhl für Geographie und Ethnographie innehatte.

Unter seinen zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist die Herausgabe des Kartenwerkes „Die erste Landesvermessung des Kurstaats Sachsen von Matthias Oeder“ (1889) hervorzuheben. Ruge gehörte zu den Mitbegründern des Vereins für Erdkunde zu Dresden (1863) und des Gebirgsvereins für die Sächsische Schweiz (1885). Er war Mitherausgeber der Zeitschrift „Ueber Berg und Thal“.
Zu seinen bekanntesten Werken gehört auch eine Arbeit aus der Reihe „Monographien zur Erdkunde“ – „Dresden und die Sächsische Schweiz“, von seinem Sohn Walter Ruge 1924 bei Velhagen & Klasing in Bielefeld und Leipzig neu aufgelegt und von Ernst Ambrosius herausgegeben.
Sophus Ruge verstarb am 23. Dezember 1903 in Klotzsche-Königswald, wo er in der Bahnhofstraße (jetzt Wolgaster Straße) Nr. 6, die Villa „Wilhelmsruh“ besaß. Hier verlebte Ruge seine letzten Lebensjahre. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Friedhof zu Klotzsche, Am Hellerrand. Ihm zu Ehren benannte man eine Straße in der Dresdner Südvorstadt. Die heutige Rugestraße entstand Ende des 19. Jahrhunderts und hieß vor Mai 1945 Bendemannstraße. Eduard Bendemann (1811-1889) war ab 1839 Professor der Dresdner Kunstakademie. Er schuf Wandmalereien und Porträts, sowie auch zahlreiche Buchillustrationen. Er war an der Ausgestaltung des Residenzschlosses maßgeblich beteiligt.

GeschichtswerkstattSiegfried Bannack, 3/2013, www.klotzscherverein.de
Quellen: Unterlagen aus dem Besitz des Autors und Wikipedia (Foto).

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